Chronik

Die Geschichte von prideART Berlin

Von den ersten Ausstellungen als loses Künstlerkollektiv bis zum heutigen Atelierhaus in Lichterfelde.

2018-2019
Gründung und Anfänge

Die frühen Ursprünge der Künstlerinitiative gehen auf das freie Kollektiv „Deike And Friends“ zurück. Ab 2019 organisierte die lose Gruppierung unter dem Namen „Pride Art Berlin“ gemeinsame Ausstellungen im Lars Deike-Atelier am Berliner Ostkreuz. Nach dem Verlust dieser Räumlichkeiten begann die Suche nach einem neuen, dauerhaften Standort für das Kreativnetzwerk.

2017-2021
Historisches Bauwerk in Lichterfelde

Bereits seit 2017 sanierte der Projektentwickler Dr. Joachim Köhrich das ehemalige Frauengefängnis der vormaligen Villenkolonie Lichterfelde im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf unter strengen Denkmalschutzauflagen mit hohem Aufwand und sehr viel Herzblut. In den historischen Bauteilen A und B entstand das stylishe Boutique-Hotel „THE KNAST“ nebst gehobener Gastronomie (TheKnast.de).

Der Bauteil C – ein ehemaliger Zellentrakt (Atrium um einen zweistöckigen Lichthof) – wurde gezielt für die Präsentation queerer Kultur bereitgestellt. Die 40 früheren Schließzellen wurden zu kleinen Künstlerstudios umgewidmet.

Motiviert lud der Investor das Künstlerkollektiv ein, diesen geschichtsträchtigen Ort zu beziehen. Als ordnungsgemäßen Partner für den Mietvertrag empfahl er die Gründung eines juristisch definierten Vereins.

2022
Vereinsgründung und Umzug

Die lose Gruppe folgte dem Ratschlag des erfahrenen Eigentümers. Um ein rechtssicheres Fundament für die Anmietung größerer Räumlichkeiten zu schaffen, gründete die lose Künstlergruppe „Pride Art Berlin“ den eingetragenen Künstlerverein „prideART Berlin e.V.“.

Die Gründungsversammlung mit Satzungsabstimmung fand am 23. Februar 2022 statt. Die amtliche Eintragung erfolgte im Juni 2022, gefolgt von der Anerkennung der Gemeinnützigkeit im November desselben Jahres.

Im März 2022 vollzog der kleine Verein den Umzug an den neuen Standort  Lichterfelde. Auf dem ehemaligen Gefängnisareal wurde prideART Berlin zum Hauptmieter des historischen Zellentrakts (Atriumbauwerk mit Lichthof), das fortan als prideART-„Atelierhaus“ für queere Kunst-Ausstellungen genutzt wurde.

2024
Auszug der Gründer und Restrukturierung

Mit dem kontinuierlichen Wachstum des Projekts stiegen die administrativen und betriebswirtschaftlichen Anforderungen an den ordnungsgemäßen Dauerbetrieb einer gemeinnützigen Kultureinrichtung dieser Größenordnung. Eine organisatorische Weiterentwicklung wurde zwingend notwendig.

Nach einer von Kreativität und Improvisation geprägten Pilotphase schieden die Gründer im Frühjahr und Sommer 2024 schrittweise aus der aktiven Vereinsarbeit aus.

Im April 2024 kündigte Lars Deike seine Atelierräume vor Ort. Er führt die Arbeit mit dem offenen Kollektiv „Deike And Friends“ seither an wechselnden Standorten fort, beispielsweise in der Poc Bar (Phnom Penh/Kambodscha), der Sansuk Gay Sauna (Pattaya/Thailand) sowie in Berliner Szene-Institutionen wie dem Café Brezel, dem Tattoostudio TitanMen, dem Beratungszentrum Mann-O-Meter und der Männerkneipe Scheune.

Nach dem Auszug der Gründergruppe konstituierte die Mitglieder-Versammlung in der zweiten Jahreshälfte die Leitung komplett neu. Ziel der Restrukturierung war es, die Rolle des Atelierhauses als inklusiven Kulturstandort für die gesamte Regenbogen-Community nachhaltig abzusichern.

Dafür wurden sämtliche organisatorischen Abläufe tiefgreifend modernisiert und die Vermietungssituation optimiert. Mittlerweile stellt die Institution lokalen Kunstschaffenden 20 Atelierzellen mit erschwinglichen Mieten als Werkstudios und Showrooms zur Verfügung; über die Hälfte der Resident-Artists sind weiblich.

2025
Konsolidierung und Etablierung

Der enorme Arbeitsaufwand hat sich gelohnt. Durch einen gemeinsamen Kraftakt gelang die finanzielle Konsolidierung. Seither steht der Verein auf einem soliden wirtschaftlichen Fundament und blickt gut geordnet in eine optimistische Zukunft.

Das prideART-Atelierhaus ist in der Hauptstadt als führendes freies LGBT-Kulturzentrum für bildende Kunst fest verankert. Die thematischen Ausstellungen und weltweiten Kooperationen, die ein Spektrum von regionalen Autodidakten bis hin zu international renommierten Künstlern abbilden, ziehen jährlich tausende Kunstbegeisterte und ambitionierte Sammler in das architektonisch einzigartige Baudenkmal.

 

Eingetragene Vorstände

Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Vereinsregister: VR 40108 B

Finanzamt Berlin-Mitte, Steuernummer 27/675/59134
(FA für Körperschaften I)

2026: 1. Vors. Henning von Berg · Schatzmeister Dr. Joachim Köhrich

2025: 1. Vors. Henning von Berg · Schatzmeister Dr. Joachim Köhrich

2024: 1. Vors. Aaron Holloway · 2. Vors. Henning von Berg · Schatzmeister Dr. Joachim Köhrich

2024: 1. Vors. Aaron Holloway · Schatzmeister Ludger Wekenborg

2023: 1. Vors. Aaron Holloway · 2. Vors. Markus Hoffmann-Achenbach · Schatzmeister Michael Smejkal

2022: 1. Vors. Aaron Holloway · 2. Vors. Michael Smejkal · Schatzmeisterin Angelica Gawell

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